Turm und Springer glänzen bei Pflichtsieg

(fv.) Drittes Spiel, zweiter Sieg – so schlicht könnte man den Auftritt der 1. Herren gegen den TuS Hattingen Handball II beschreiben. Doch beim 28:18 (14:9)-Erfolg ergaben sich bei genauerem Hinsehen einige wichtige Erkenntnisse für den TuS.

Doch der Reihe nach. Die Hattinger Reserve war aufgrund von einigen Ausfällen mit einem arg gebeuteltem Kader am Lieberfeld angetreten. Auf der Seite der Wellinghofer konnte sich Trainer Wojtek über eine breite Bank freuen. Weniger erfreulich waren die ersten 15 Minuten, in denen der TuS vor allem im eigenen Angriff noch fehlerbehaftet und ein wenig pomadig spielte. Da aber auch die Gäste nicht viel auf das Parkett brachten, entwickelte sich ein schwaches und ausgeglichenes Spiel. Mit der Hereinnahme von Karsten Paukstadt kam deutlich mehr Durchschlagskraft in das Spiel der 1. Herren, der Neuzugang zeigte mit einfachen Toren aus dem Rückraum eindrucksvoll, warum sich Co-Trainer Frank Mack so um die Dienste des langen Linkshänders bemüht hat. In der eigenen Defensive zeigte sich Lars Blömer einmal mehr als starker Rückhalt vor einer insgesamt guten, aber über den Kreis anfälligen TuS-Deckung. Neben Blömer und Paukstadt ragte über die gesamte Spielzeit der quirlige und im Abschluß kompromißlose Andreas Sigge heraus, den der immer müder werdende Gast zu keiner Zeit des Spiels in den Griff bekam. Nach und nach schaffte es die Wojtek-Sieben sich immer weiter abzusetzen ohne dabei den ganz großen Glanz zu versprühen.

„Nach einer insgesamt glaube ich eher sehr zähen und insbesondere im Angriff schwachen Partie bis auf die Ausnahmen Sigge und Paukstadt ist die beste Erkenntnis der Spiele 2 und 3, dass unsere Deckung sich so langsam stabilisiert hat und wir deutlich besser Ausfälle kompensieren können, als das in der letzten Saison der Fall war“, beschreibt Christian Wojtek das Gesehene nach dem Spiel. Dass der Spielertrainer nicht ganz zufrieden mit dem Spiel war, lag vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung und der fehlerbehafteten Vorstellung im Angriff: „Schade dass wir eine so hohe Fehlwurfquote einschließlich von der 7m Marke hatten sonst wäre der Sieg vielleicht noch höher ausgefallen. An der Abschlussquote gilt es jetzt insbesondere zu arbeiten, aber auch am Tempospiel, was noch nicht so erfolgt wie ich mir das vorstelle“, kennt Wojtek die Ansatzpunkte für die kommenden Spiele.

Alles in allem ein souveräner Arbeitssieg und die Erkenntnis, dass der Kader in dieser Saison auch Ausfälle kompensieren kann. „Ich denke, wir sind jetzt in der Bezirksliga angekommen“, freut sich Christian Wojtek ob des soliden Saisonstarts mit 4:2-Punkten.

TuS: Blömer, Bauer; Paukstadt (10), Sigge (8/1), Buhl (4), Heinz (2), Wojtek (1), Gießmann (1), Wegener (1), Becker (1), Vogel, Schwies, Langenstroer.

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