ARBEITSSIEG der 1. Herren gegen starke Ickerner

Die 1. Herren hat nun seit 8 Spieltagen nicht mehr verloren. Gegen einen unerwartet starken Gegner aus Ickern zahlte sich mal wieder die gut besetzte Bank aus und so blieben die Punkte beim 29:22 im Lieberfeld

Auch wenn es am 11.3.18 gegen der Drittletzten der Liga ging, waren alle Schwarzweißen schon zu Spielbeginn höchst konzentriert, die Körperspannung stimmte. Nochmal sollte ein Fauxpas wie gegen Welper nicht passieren. Dennoch fanden die Jungs irgendwie nicht ins Spiel, so dass Ickern in der 15. Minute tatsächlich mit 8:6 in Führung lag. Man ließ sich jedoch nicht beirren, und Sigge, der an diesem Sonntag wieder einen Sahnetag erwischte, konnte immer wieder seine Schnelligkeit ausspielen und wiederholt einnetzen. Auf die Frage, welche Position er beim TuS im Angriff spielt, muss die ganz klare Antwort lauten: “Überall, von wo man erfolgreich abschließen kann, also von LA über den Kreis und den Rückraum bis RA, oder eben da, wo man eine Kuh melken kann“. Einen solchen Spieler kann man nicht in taktische Zwänge pressen. Irgendwie erinnert Sigge nicht nur wegen des Trikots ein wenig an Miha Zarabec vom THW, der seine körperlich weit überlegenen Gegner auch immer wieder ganz einfach austanzt.

Zum Pausentee ging es dann mit einer knappen 13:12 Führung. Kurz vorher hatte leider Corin eine absolut unberechtigte Rote Karte der an diesem Tage äußerst schwachen Schiedsrichter aus Herne gesehen. Dieses Gespann fiel durch konsequente Inkonsequenz auf. Für identische Situationen gab es von „Weiterspielen“ bis eben zur Roten Karte alle möglichen Entscheidungen. Da sich darauf natürlich keine Mannschaft vernünftig einstellen konnte, litt das gesamte Spiel unter der nicht nachvollziehbaren Regelauslegung der Männer in Schwarz. Aber auch davon lassen sich die Wellinghofer  nicht mehr  beirren, was schon von einer mittlerweile vorhandenen Abgebrühtheit zeugt. Bis zur 42. Minute wogte das Spiel hin und her (16:15), dann konnte sich der TUS durch Tore von Hendrick und Sammi vorentscheidend zum 22:16 (47. Minute) absetzen. Auch Hendrik, der erst kurzfristig doch zum Spiel kommen konnte, knüpfte nahtlos an seine überragenden Leistungen aus den letzten Spielen an. Super Würfe aus der zweiten Reihe, Dreher oder Schlagwürfe, Hendrik kann sie alle.

Die letzten 10 Minuten wurde der Vorsprung dann, unterstützt vom aus London herbeifliegenden Frodo, doch noch souverän über die Zeit gebracht, wobei sich die Zuschauer fragten, warum man bei einer klaren Führung nicht mal das Tempo aus dem Spiel nimmt und  einen gaanz laangsaamen 5 Minutenangriff fährt. Aber das können die Wellinghofer noch nicht so richtig. Hier gilt nur immer „Volle Pulle drauf“.

Ein besonderes Lob verdiente sich an diesem Tag auch Dima, der endlich mal sein Talent und Können abrufen konnte und ab Mitte der zweiten Halbzeit den Gegner mit unglaublichen Reflexen bei 100%igen Chancen zur Verzweiflung brachte. Heber, Frei vom Kreis, Gegenstöße, das alles wurde zu einer sicheren Beute des angehenden Juristen

Auch wenn die Saison im Moment mehr als zufriedenstellend verläuft, alle Spieler ihr zeitweise vorhandenes Tief überwunden haben, so gibt es doch einen kleinen Wehrmutstropfen ob der gesamten Saisonleistung. Mit 605 Toren hat der TuS zwar den besten Angriff in der Liga, aber mit 550 Gegentoren steht man mit der Deckungsleistung eher im unteren Mittelfeld. Der Tabellenletzte aus Herne hat übrigens mit 549 Gegentoren sogar noch eine weniger gefangen als die Männer vom Lieberfeld. Da ist sicherlich noch Luft nach oben.

Am nächsten Samstag in Recklinghausen kommt es zum Duell mit dem Tabellenzweiten vom HTV. Auch wenn der absolute Druck nicht auf den Schultern der Schwarzweißen liegt, würde bei einem weiteren Auswärtssieg doch so etwas wie eine kleine Vorentscheidung in Richtung Aufstieg fallen können. Aber das wissen die Jungs selbst natürlich auch nur zu gut. Einfach nicht verkrampfen, Leistung wie in Hattingen abrufen, und wir fahren mit zwei Punkten nach Hause. So einfach kann Handball sein……

TuS: Kamener, Blömer; Vogel (1), Paukstadt (1), Kusterer (2), Becker (3), Sigge (8), Buhl  (8),  Stübe (1), Wegener (3), Heinz (2), Wojtek, Langenströr

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