Kategorie: 1. Herren

Beiträge für die 1. Herrenmannschaft

Eine Frage der Einstellung!

(mg.) Nach der deutlich ausbaufähigen Mannschaftsleistung am letzten Wochenende gegen die Zweitvertretung des HC Westfalia Herne sieht sich der TuS nun einer Serie aus drei aufeinander folgenden Heimspielen gegenüber, zu deren Beginn mit der HSG Rauxel-Schwerin ein Gegner aus dem Tabellenmittelfeld in der Sporthalle Am Lieberfeld zu Gast sein wird.
Mit einem ausgeglichenen Punkte- sowie nahezu ausgeglichenen Torverhältnis auf Tabellenrang 9 liegend, gilt es auch diesen Gegner nicht zu unterschätzen, zumal die Gäste bereits mehrfach Spiele gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel für sich entscheiden konnten und den zugehörigen Kampfgeist bewiesen haben.
Daher heißt es für den TuS, von Beginn an mit der nötigen Motivation und der richtigen Einstellung in die Partie am Sonntagnachmittag zu gehen, um mit einem Sieg vor heimischem Publikum den Kontakt zur Tabellenspitze sichern zu können. Die Zielsetzung ist also klar: Die Punkte sollen am Lieberfeld bleiben und diesen Willen soll man der Mannschaft auch über die vollen 60 Minuten über ansehen können. Dazu bedarf es neben der richtigen Einstellung jedoch auch der notwendigen Kreativität im Angriffsspiel, die sich am vergangenen Wochenende größtenteils vermissen ließ.

„Das Spiel am letzten Wochenende hat wieder einmal deutlich gemacht, dass keine Mannschaft der Liga zu unterschätzen ist und jedes Spiel mit vollem Ernst angegangen werden muss, um weiter oben dran zu bleiben. Daher müssen wir, ausgehend von einer sicheren und aggressiven Abwehr, in den kommenden Spielen mal wieder zeigen, dass wir Bock haben zu spielen, voll bei der Sache sind und auch im Angriff vernünftigen und attraktiven Handball spielen können“, stellt Kreisläufer Matthias Gießmann klar.

Das Training unter der Woche hatte zumindest ausreichend Elemente, bei denen die Spieler Einstellung beweisen mussten. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen, diese auch im Spiel am Sonntag gewinnbringend umzusetzen, um die Punkte in der Sporthalle Am Lieberfeld zu behalten und den Zuschauern ansprechenden Handball zu bieten.

„Haben sich in den bisherigen Spielen immer wieder unterschiedliche Einzelspieler mit ihrer Leistung hervorgetan, so wird es Zeit für eine Mannschaftsleistung, bei der sich jeder voll reinhängt und wir mal zeigen, was wir wirklich können. Und das über 60 Minuten und nicht nur phasenweise!“, so Gießmann weiter.

Personell steht Trainer Christian Wojtek dabei der gesamte Kader zur Verfügung, so dass zumindest auf dem Papier ausreichend Potential vorhanden ist, um den Kontakt zur Tabellenspitze halten zu können. Wie es auf dem Feld aussieht, bleibt abzuwarten. Aber: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

1. Herren des TuS quälen sich zum vierten Sieg in Folge

(fv.) Das tiefe, kollektive Durchpusten war deutlich zu hören von Seiten der Wellinghofer Akteure nach der Partie bei der Reserve des HC Westfalia Herne. Mit 25:24 hatten sich die Spieler von Trainer Christian Wojtek gerade zum vierten Sieg in Serie gequält. Nicht mehr, aber deutlich weniger zeigte der TuS in den vorangegangenen sechzig Minuten.
„Wir wurden vor dem Spiel gewarnt, nur irgendwie scheint das nicht bei uns angekommen zu sein“, so TuS-Akteur Fabian Vogel nach der Partie. Was er meint, ist dabei klar: allein beim Blick auf die Ergebnisse der Herner wird deutlich, dass diese absolut nicht zu unterschätzen ist. Davon hatte sich Trainer Wojtek selbst ein Bild gemacht und sprach eine entsprechende Warnung an die Spieler aus. Doch die agierten, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie Hendrik Buhl, pomadig, nicht bei der Sache konzentriert und insgesamt spielerisch nur ganz selten ansprechend.
Von Herne kam genau das, was im Vorfeld angesprochen wurde. Gutes Zusammenspiel zwischen Mitte und Kreis, eine stabile Deckung und alles in allem eine Leistung, die nicht unbedingt auf den Tabellenplatz schließen lässt. So führte der Gastgeber am Samstag über weite Strecken der ersten Halbzeit, erst Andreas Sigge konnte mit der Sirene für eine Gäste-Führung sorgen. „Wir waren im ersten Durchgang viel zu locker. Herne hat aufopferungsvoll gekämpft und uns mit unserer laschen Einstellung einiges abverlangt“, fand Christian Wojtek nach dem Spiel deutliche Worte für die schwache Vorstellung im ersten Durchgang.
Diese wurde auch im zweiten Abschnitt nur bedingt besser, der Gastgeber lag auch zehn Minuten vor dem Ende noch in Führung. Zwar sorgte eine Umstellung in der Defensive für mehr Sicherheit, so richtig kamen die Wellinghofer aber nicht über einen pomadigen Auftritt hinaus. Vorne lief nicht viel zusammen, einzig Buhl sorgte mit guten Einzelaktionen für etwas Gefahr. So entstand ein 23:20-Vorsprung, der allerdings auch nur vermeintlich für Sicherheit sorgte. Herne kam noch einmal zurück, glich aus und hätte nach erneutem 25:23-Rückstand sogar noch einmal die Chance auf den Ausgleich gehabt. Anselm Heinz war es mit einem abgefangenen Ball aber zu verdanken, dass es zu einem doppelten Punktgewinn reichte. „Gewonnen ist gewonnen“, harkte Wojtek die Partie schnell ab.
Durch den Erfolg und die Ergebnisse auf den anderen Plätzen klettert der TuS auf Tabellenplatz drei. Klar ist aber auch, dass man sich in den kommenden Spielen wieder deutlich steigern muss, wenn dieser Platz auch gehalten werden soll.
TuS: Fuhr, Bauer; Buhl (8/2), Sigge (4), Schwies (4/3), Vogel (3), Becker (3), Laugenströer (1), Paukstadt (1), Wojtek (1), Gießmann, Richter, Heinz, Stübe.
#mundabwischen #wellinghoferdusel

TuS erkämpft Sieg über den Tabellenführer

(fv.) Nein, schön war das nicht was die Zuschauer am Sonntagmorgen in der Sporthalle am Lieberfeld geboten bekamen. Doch dass musste es auch nicht sein, um nach dem Spiel für erfreute Gesichter zu sorgen. Viel wichtiger waren die nackten Zahlen, die sich der TuS im Spiel gegen den HTV Recklinghausen erarbeitet hatte. Am Ende stand ein verdienter 28:25 (14:15)-Erfolg, die zweite Saisonniederlage für den Tabellenführer und Tabellenplatz vier für den TuS.

Dabei kamen die Wellinghofer deutlich besser als die Gäste in das Spiel. Hinten wurde gut gearbeitet, vorne lief der Ball zu Beginn ordentlich. Schnell stand es 3:0 für die Mannschaft von Trainer Christian Wojtek, bis zum 8:5 durch den vom Punkt wieder einmal sicheren Lennart Schwies hatte dieser drei-Tore-Vorsprung bestand. In der Folge ging der Faden in der eigenen Offensive ein wenig verloren, Recklinghausen kam nun besser ins Spiel und konnte beim 8:8 durch Slaven Lukic erstmals ausgleichen. Es erntwickelte sich nun ein Spiel auf Augenhöhe, wenn auch mit sehr mäßigem Niveau. Immer wieder Unterbrechungen, immer wieder Diskussionen mit den Schiedsrichtern. Gerade hier hatte Trainer Wojtek vor dem Spiel gewarnt, man solle sich nicht auf die Nickligkeiten des HTV einlassen und das eigene Spiel im Fokus behalten. Das gelang über weite Strecken sehr gut. Dennoch musste der TuS-Coach eine wenig ansprechende Angriffsleistung seiner Schützlinge in dieser Phase mitansehen, gerade im Überzahlspiel klappte bei weitem nicht alles so, wie es vorgesehen und trainiert ist.
„Wir haben unseren spielerischen Aufwärtstrend insbesondere zwischen Minute 15 und Minute 45 lange vermissen lassen“, räumte Wojtek ein.

Genau in dieser Phase konnte sich keines der beiden Teams nennenswert absetzen, mal führte Recklinghausen, mal führte der TuS. Erst beim 22:22 in der 45. Minute sollte sich wieder eine Mannschaft absetzen. Dank der vier Treffer in Serie durch Schwies (2), den starken Hendrik Buhl und Andreas Sigge lag Wellinghofen nun mit vier Treffern vorn. Ein Vorsprung, der gerade in der Schlussphase relativ routiniert verteidigt wurde. „Wir haben uns aber wieder mal auf dem Weg in die entscheidende Phase im Spiel gefangen und hinten raus die bessere physische und auch psychische Fitness gehabt“, freut sich Spielertrainer Wojtek über den Nutzen der langen Vorbereitung und des tiefen Kaders.

„Da ist sicherlich noch deutlich Luft nach oben, aber es ist zumindest ein beruhigendes Gefühl, auch mit einem mäßigen Spiel gegen den Tabellenführer gewonnen zu haben“, analysiert er nach dem erneuten doppelten Punktgewinn.
Der dritte Sieg in Serie sorgt dafür, dass die Wojtek-Sieben in der Tabelle nun nach Verlustpunkten in der großen Gruppe an der Tabellenspitze dabei ist. Diese Position soll am Samstagabend, dann wieder zu einer etwas humaneren Uhrzeit, beim Spiel gegen die Reserve des HC Westfalia Hernegefestigt werden.

TuS: Bauer, Blömer; Schwies (8/3), Buhl (7), Sigge (3), Vogel (3), Paukstadt (2), Laugenströer (2), Heinz (1), Stübe (1), Wegener (1), Richter, Wojtek, Becker.

#laugesspieldeslebens #derfrühetusschlägtdentabellenführer #herbehofen

Lennart Schwies (Bild) und Hendrik Buhl trugen mit Ihren Torerfolgen maßgeblich zum Sieg des TuS über den HTV bei.

Charakter Test in Ickern bestanden (30:24)

(fv.) Die Tendenz zeigt weiter nach oben bei den 1. Herren. Eine Woche nach dem Erfolg im Derby über Saxonia Dortmund setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Christian Wojtek im zum „Charakterspiel“ erhobenen Duell beim TuS Ickern 1912 e.V. Handballabteilung durch. Am Ende stand ein souveränes 24:30 auf der Anzeigetafel in der Sporthalle Habinghorst in Castrop-Rauxel.

Doch in den sechzig Minuten davor hatte der TuS erst einmal einiges zu tun. Nach gutem Start mit guten und geduldigen Passagen in der Offensive verloren die Wellinghofer, bedingt durch einige personelle Wechsel, den Faden. Dafür zeigte man sich aber vor allem in der Defensive sehr stabil am späten Sonntagabend, schafften es die Gastgeber dennoch einmal eine Lücke im Deckungsverbund zu finden, wartete dahinter ein gut aufgelegter Dominik Bauer auf sie. Keiner der beiden Mannschaften gelang es im ersten Abschnitt sich deutlicher abzusetzen, vor allem die beiden Schützen der Ickerner hielten die Gastgeber im Spiel.

„Nach einer kurzen unkonzentrierten Anfangsphase
und wurde aus einer in den letzten Spielen immer sichereren und mittlerweile auch deutlich flexibleren Abwehr heraus zum
einen auch mal schneller umgeschaltet und wir sind in die Gegenstöße gekommen“, beschreibt Wojtek die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit. Ickern drehte den knappen Rückstand in den ersten fünf Minuten, Wellinghofen geriet durch Zeitstrafen gegen Vogel und Wegener gleich zweimal in Unterzahl. Dieses überstanden die 1. Herren aber nahezu schadlos, kurz nach Vervollständigung sorgte der vom Punkt sichere Lennart Schwies für die erneute Führung. Diese sollte in der Schlussphase auch dank eines starken Karsten Paukstadt weiter ausgebaut werden. Von der Bank kommend steuerte der unter der Woche erkältete Linkshänder wichtige Treffer und Anspiele bei und sorgte so mit dem in dieser Phase starken Mittelblock dafür, dass sich der TuS Tor um Tor absetzen konnte.

Spielertrainer Wojtek zeigte sich nachher mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „Sicherlich kam uns dabei zu Gute, dass die ruppige Deckung von Ickern in der zweiten Halbzeit oft mit
Zeitstrafen bestraft wurde, aber auch dass wir uns durch die teilweise harten Aktion nicht aus der Ruhe haben bringen lassen.“ Mit dem Erfolg in Ickern klettert der TuS auf Platz fünf in der Tabelle und, was noch wichtiger ist, hält den Kontakt zur Tabellenspitze. Nach dem spielfreien Wochenende wird sich zeigen, wohin die weitere Reise der Wellinghofer geht. Dann kommt mit dem HTV Recklinghausen 95/28 einer der absoluten Topfavoriten auf den Aufstieg in die Sporthalle am Lieberfeld.

TuS: Bauer, Fuhr; Schwies (9/5), Vogel (6), Buhl (4), Paukstadt (3), Wojtek (3), Heinz (2), Sigge (2), Wegener (1), Gießmann, Laugenströer, Becker.

#herbehofen #nordischkühl #startingsammy

Derbysieg ! 23:18 gewinnt die 1. Herren gegen DJK Saxonia Dortmund

(fv.) 47 Minuten sind gespielt am Sonntagmittag am Lieberfeld, die DJK Saxonia Dortmund Handball Herren 1 geht das erste Mal überhaupt im gesamten Spielverlauf in Führung. Es blieb die einzige Führung, denn nach dem Treffer zum 17:18 ließen die 1.Herren keinen weiteren Treffer mehr zu, erzielten selber deren sechs und konnten sich am Ende über einen verdienten 23:18 (13:9)-Erfolg im Derby freuen.

Dass der Sieg für den TuS, der ohne die drei gelernten Mitte-Spieler Sigge, Vogel und Wegener auskommen musste, ein mühevoller war, soll dabei nicht unter den Tisch fallen. Dass am Ende nur das Ergebnis zählt aber auch nicht, und so erfüllte die Mannschaft von Spielertrainer Christian Wojtek ihre Aufgabe am Ende souverän. In einem durch viele technische Fehler geprägten Spiel konnte der TuS über weite Strecken das Fehlen der Mittelmänner gut kompensieren, Christian Becker und Lennart Schwies zeigten auf der für sie ungewohnten Position durchaus ansprechende Ansätze. „Vor allem Christian hat das über weite Strecke gelöst“, fand Wojtek lobende Worte für den gelernten Halbspieler. Vor der Pause war es vor allen Dingen Hendrik Buhl, der mit drei Treffern in Serie zum vermeintlich beruhigenden 13:9 zur Halbzeit sorgte.

Beruhigend deshalb, weil der TuS nach der Pause zu viele Fehler produzierte, die der keineswegs chancenlose Aufsteiger in dieser Phase zu nutzen wusste. „Da hat man schon gemerkt, dass wir im Rückraum etwas dünn besetzt waren“, analysiert Wojtek die Phase, in der Saxonia erstmals in Führung ging. Verlassen konnte sich der Spielertrainer, der sich eine leichte Verletzung am Sprunggelenk zu zog, auf seine Hintermannschaft samt Torhüter. Sowohl Dominik Bauer in der ersten, als auch Lars Blömer in der zweiten Halbzeit zeigten sich vor einer soliden Wellinghofer Deckung in guter Verfassung. Über die wiedergewonnene defensive Stabilität konnte man das Spiel nun an sich reißen und den zwischenzeitlichen Rückstand schnell wieder in eine Führung umwandeln. Zweimal Becker, dreimal Schwies und zum Abschluss Gießmann machten den am Ende verdienten 23:18-Erfolg perfekt.

Mit dem doppelten Punktgewinn steht der TuS nun bei 6:4 Punkten im oberen Tabellendrittel der Bezirksliga. Um sich dort festbeißen zu können, muss man sich aber bereits am kommenden Wochenende steigern. Dann geht es gegen den TuS Ickern 1912 e.V. Handballabteilung, der die 1.Herren wieder vor ganz andere Aufgaben stellen wird.

TuS: Bauer, Blömer; Becker (6), Buhl (5), Schwies (5/2), Langenströer (3), Gießmann (3), Wojtek (1), Paukstadt, Heinz, Richter, Stübe, Sobota.

#derbysieger #herbehofen

Foto: Robin Artur

Hendrik Buhl im Abschluss gegen den Torhüter der DJK Saxonia Dortmund

„Wir müssen einen Sieg einfahren“

(fv.) Vor dem richtungsweisenden Derby gegen die DJK Saxonia Dortmund Handball Herren 1 (Sonntag, 13.50 Uhr, Am Lieberfeld) haben wir mit unserem Linksaußen Lennart Schwies gesprochen. Das Spiel gegen die Mannschaft von Trainer Dirk Schiereck, die am vergangenen Wochenende im Gegensatz zum TuS doppelt punkten konnte, ist das erste von vier Dortmunder Derbys in der Bezirksliga. Gegen die Reserve des HC Westfalia Herne gab es die ersten Punkte für den Aufsteiger.

Im Spiel gegen Gladbeck zeigte das Team zwei unterschiedliche Halbzeiten. Wie kann man vor allen Dingen die ersten dreißig Minuten erklären?

Schwies: Die erste Hälfte sollten wir schnell aus unseren Köpfen streichen. Wir haben zu viele technische Fehler im Angriff gemacht und kamen überhaupt nicht ins Spiel. Besonders die vielen Gegenstöße die daraus resultierten, haben uns in der ersten Halbzeit das Genick gebrochen. Das gilt es am Sonntag besser zu machen.

Was gab dann den Ausschlag für die bessere zweite Halbzeit?

Schwies: Den Ausschlag gab meiner Meinung nach mit der Ansprache in der Kabine. Wir haben danach den Kampf angenommen, deutlich mehr Einsatz und Siegeswillen gezeigt und schon konnten wir den Rückstand merklich verkürzen. Letztendlich war es dann umso ärgerlicher, das Spiel dann so knapp zu verlieren.

Nun geht es im Derby gegen Saxonia. Wie wichtig ist das Spiel mit Blick auf die Tabelle?

Schwies: Wir müssen einen Sieg einfahren, um wieder eine positive Bilanz zu bekommen und nicht den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu verlieren.

Fehlen werden auf jeden Fall Andreas Sigge und Fabian Vogel. Wie werdet ihr versuchen, diese Ausfälle zu kompensieren?

Schwies: Da müssen wir uns definitiv etwas einfallen lassen. Aber ich habe Bock zu laufen und ich denke, die Mannschaft sieht das ähnlich. Wir werden versuchen, mit viel Tempo und einfachen Toren den Gästen zu begegnen, um somit die nächsten zwei Punkte vor heimischen Publikum einzufahren.

Lennart Schwies

30 Minuten Leidenschaft reichen nicht

(fv.) Der Rahmen passte, die Einstellung nicht. Erstmals in neuem Gewand präsentierten sich die 1. Herren vor allen Dingen in den ersten dreißig Minuten bei dem zum Spitzenspiel ausgerufenen Duell mit dem TV Gladbeck Handball nicht wirklich konkurrenzfähig. Am Ende stand ein enttäuschendes 33:28 (20:10).

Aufgrund einiger krankheitsbedingter Schwächungen sah sich Spielertrainer Christian Wojtek gezwungen, die Start-Sieben ein wenig zu verändern. Doch dass als Vorwand zu nehmen, dass man im ersten Spielabschnitt so gar nichts aufs Feld brachte von dem, was man sich vorgenommen hatte, wäre zu einfach. Klar waren hier und da die Laufwege der Nebenleute nicht so vertraut, dennoch war es viel mehr die fehlende Einsatzbereitschaft, die den Aufsteiger Tor um Tor davon ziehen ließ. Immer wieder wurde gegen die gute 5:1-Deckung des Aufsteigers der Ball vertändelt, als Folge sahen sich die beiden Torhüter Blömer und Bauer gleich zehnmal alleine den Spielern des Gastgebers gegenüber. Der Rückstand wuchs Tor um Tor, zur Halbzeit war es dann sogar zweistellig.

Doch da auch der TVG nicht vollends überzeugen konnte, man einige Schwachpunkte erkannte und folgerichtig auf eine offensivere Deckung setzte, gab es in der Kabine der Wellinghofer durchaus noch Hoffnung, noch einmal ins Spiel zurück zu kommen. Dies gelang auch, der TuS präsentierte sich jetzt zumindestens im Bereich Einstellung, Einsatz und Kampfgeist wieder auf dem Niveau, dass es braucht, um so ein Spiel gewinnen zu können. Der Rückstand schmolz, doch auch in dieser Phase ließ man einfach zu viel liegen. Immer wieder scheiterte man am gut aufgelegten Gladbecker Torwart und verpasste so mehrfach das Momentum, das Momentum auf seine Seite zu ziehen. Die Gastgeber wurden zusehends nervös, merklich ging den Gladbeckern die Luft aus – so wie es dann das Licht in der renovierungsbedürftigen Nordparkhalle auch tat. Knappe zehn Minuten warteten die TuSer darauf, ihre Aufholjagd fortsetzen zu können, bis das Spiel fortgesetzt werden konnte. Ein Schelm, wer hier böses denkt.

Es ging allerdings weiter wie bisher, immer noch fehlte dem TuS, der jetzt zumindestens körperlich und individuell überlegen war, die Genauigkeit im Abschluss. So blieb der Rückstand konstant bei drei Toren, das Spiel zu kippen war nicht mehr drin. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass eine Halbzeit mit der richtigen Einstellung nicht reicht. Nun heißt es in dieser Woche, sich vernünftig auf das Derby gegen den nächsten Aufsteiger einzustellen. Am Sonntag gastiert dann die DJK Saxonia Dortmund Handball Herren 1 am Lieberfeld.

TuS: Blömer, Bauer; Schwies (8/6), Sigge (7), Buhl (4), Vogel (4), Gießmann (2), Heinz (1), Paukstadt (1), Becker (1), Matalla, Langenströer, Wojtek.

Richtungsweisendes Spiel vor vollem Hause in Gladbeck erwartet

(fv.) Es wird eines dieser Spiele, die den Weg für die nächsten Wochen vorgeben werden. Gewinnen die 1. Herren am Samstagabend beim ungeschlagenen Tabellenführer und Aufsteiger TV Gladbeck Handball, ist der Anschluss zur Tabellenspitze geschafft. Verliert man, läuft man den Mannschaften ganz oben in der Tabelle erst einmal hinterher.

Die ansteigende Form und die ausgesprochen gute Stimmung in der Mannschaft machen in jedem Fall Mut vor dem Spiel in der Gladbecker Nordparkhalle. Zwei Siege in Serie, ein Gefühl das einige Spieler im Trikot des TuS noch gar nicht kannten. Zwar waren die Auftritte in Wetter und gegen Hattingen nicht restlos überzeugend, zeigten aber was für eine Qualität im aktuellen Kader steckt. War es gegen Wetter noch Fabian Vogel, so spielten sich vergangene Woche Karsten Paukstadt und Andreas Sigge in den Vordergrund. Dazu wartet man noch auf den Durchbruch von Anselm Heinz und Lennart Schwies, die mit ihrer Qualität jederzeit einem Spiel ihren Stempel aufdrücken können. „Ich bin gespannt, wer am Wochenende in die Rolle des Haupttorschützen schlüpft.Ich denke, dies macht uns ein Stück weit unberechenbarer als vergangene Spielzeit und auch als andere Mannschaften in dieser Liga“, freut sich Trainer Christian Wojtek über die neue Tiefe im Kader.

Eingeschränkt wurde diese Tiefe in der aktuellen Trainingswoche durch eine kleine Grippewelle, die gleich mehrere Spieler zu einer Auszeit zwang. „Erkältung und Trainingsausfälle sind alles andere als gute Vorzeichen für das anstehende Spiel in Gladbeck“, weiß auch Wojtek. Die unter der Woche geschonten Spieler werden auch am Wochenende wahrscheinlich nicht in ihrer besten Verfassung auflaufen können, wenn der starke Aufsteiger aus Gladbeck zum Tanz bittet. Drei Spiele, drei Siege – so lautet die Bilanz des kommenden Gastgebers, der seine Heimspiele vor stimmungsvoller Kulisse bestreitet. „Wir freuen uns auf ein Spiel gegen einen hoch motivierten Gegner, der gerade in eigener Halle die Zuschauer hinter sich hat und vermutlich gute Rahmenbedingungen für ein Spitzenspiel auch zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison schafft“, blickt Wojtek voller Vorfreude auf das Spiel.

Andreas Sigge in Aktion