Fünfter Sieg in Serie führt TuS auf Platz zwei

(fv.) So langsam aber sicher entwickelt sich die Sporthalle am Lieberfeld zu einer Festung. Auch im vierten Heimspiel der aktuellen Saison konnten sich die 1. Herren durchsetzen, am Ende stand ein mehr oder weniger ungefährdeter 29:24 (12:12)-Sieg über die HSG Rauxel-Schwerin.

Doch bis man nach dem Schlusspfiff jubeln durfte, hatte die Mannschaft von Trainer Christian Wojtek ein hartes Stück Arbeit vor sich. Die Gäste aus Castrop-Rauxel hatten erst eine Woche vorher der Reserve von Westfalia Hombruch einen Zähler abgeknüpft, der TuS war also gewarnt. Vor allem wollte man sich aber nach dem gruseligen Auftritt in Herne wieder anders präsentieren. Im ersten Durchgang tat man sich noch sichtbar schwer, da die Gäste aus Rauxel zeigten, dass sie einen guten Ball spielen können. Vorne fehlte in manchen Situationen noch die geforderte Geduld so lange zu spielen, bis eine klare Gelegenheit da ist. Doch gerade hier schaffte es der TuS, die im Training erarbeiteten Fortschritte auch im Spiel aufs Feld zu bringen. Trotz allem ging es nach einer von beiden Mannschaften guten ersten Halbzeit in die Kabinen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts holten sich die Wellinghofer vor allem in der Defensive die nötige Sicherheit, um mit schnellem Umschalten zu einfachen Toren zu kommen. Matthias Gießmann und Björn Stübe sorgten im Innenblock für einige Ballverluste der Gäste, kamen diese doch einmal frei zum Abschluss stand dahinter noch einen glänzend aufgelegter Lars Blömer im Tor. Der Routinier im TuS-Kasten steigerte sich von Parade zu Parade und verhalf seinen Farben zu einem ersten fünf-Tore-Vorsprung. Dieser kam auch dank einiger schönen Passstaffeten im Angriff zu Stande. Andreas Sigge war es oft von der ungewohnten Rechtsaußenposition, der diese schönen Passserien nach Auftakthandlungen verwerten konnte, ansonsten zeigte sich wieder einmal die neue Tiefe des Kaders. Immer wieder konnte man den Gegner durch Einwechselungen vor neue Probleme stellen, vor allem Karsten Paukstadt und Christian Becker zeigten nach ihren Einwechselungen ansprechende Aktionen.

„Insbesondere in der zweiten Halbzeit wurde der Deckungsverband von Minute zu Minute sicherer und besser und im Angriff haben wir viele Phasen gehabt, in denen wir uns die Chancen spielerisch und mit Geduld erarbeitet haben“, so ein zufriedener TuS-Trainer Christian Wojtek.

Mit einer 26:20-Führung im Rücken ließ es der TuS dann etwas zu ruhig angehen, statt das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten ließ man das eigene Spiel ein wenig schleifen, Rauxel konnte noch einmal auf drei Tore verkürzen, die Frage nach dem Sieger war da allerdings schon beantwortet.

„Wir müssen definitiv weiter am Tempospiel arbeiten. Auch in unserem aufgebauten Spiel gibt es noch jede Menge Luft nach oben. Insbesondere bei der Übersicht unserer Rückraumspieler, der Distanz zur Deckung und der Geduld sich hundertprozentige Chancen zu erarbeiten gibt es viele Dinge, an denen wir noch feilen müssen“, sah Wojtek noch einige Bereiche mit Steigerungsbedarf.

Mit dem fünften Sieg in Folge setzt sich der Landesliga-Absteiger an der Tabellenspitze fest. Auf Platz zwei mit einem Spiel weniger als der Tabellenführer TV Gladbeck rangiert man aktuell auf einem Aufstiegsplatz. „Die aktuelle Tabelle ist nichts anderes als eine einigermaßen schöne Momentaufnahme. Viele Mannschaften direkt hinter uns sind mit zwei oder drei Punkten Abstand in Lauerstellung“, beschreibt Wojtek die aktuelle Tabellensituation.

Weiter geht es am Sonntagabend gegen die DJK Westfalia Welper.

TuS: Blömer, Bauer; Schwies (9/4), Sigge (7/1), Buhl (6), Gießmann (3), Paukstadt (2), Becker (1), Vogel (1), Laugenströer, Richter, Heinz, Stübe, Wegener.

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